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Goldbarren: Neben der Investition in physisches Gold können Anleger auch Goldwertpapiere kaufen | © Pixabay

Xetra-Handel Anleger lassen sich vermehrt physisches Gold auszahlen

Für jeden Anteilschein Xetra-Gold wird im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt genau ein Gramm Gold hinterlegt. Auf Wunsch können sich Anleger ihr verbrieftes Gold aber auch ausliefern lassen. Von der Option machen vor allem Privatpersonen zunehmend Gebrauch.

08.10.2018 - 11:42 Uhr | Von:  in Gold

Mehr als 1.000 Anleger haben sich seit der Einführung der Inhaberschuldverschreibung Xetra-Gold (ISIN: DE000A0S9GB0) im Jahr 2007 für eine Auslieferung ihres physisch hinterlegten Goldes entschieden. Das Volumen beläuft sich inzwischen auf insgesamt 4,9 Tonnen.

Mit einem Bestand von aktuell 179,1 Tonnen ist Xetra-Gold das europaweit führende Gold-Wertpapier, bei dem das Edelmetall physisch hinterlegt wird. Zu Jahresbeginn lag der Wert noch bei 175,0 Tonnen. Der Bestand erhöht sich immer dann, wenn Anleger Xetra-Gold-Anteile über die Börse kaufen.

Xetra-Gold stark im Handel

Von allen über den Börsenplatz Xetra gehandelten Rohstoffen (Exchange Traded Commodities, ETC) ist Xetra-Gold das umsatzstärkste Wertpapier. Im ersten Halbjahr 2018 lag der Orderbuchumsatz bei 1,29 Milliarden Euro.

Gewinne aus der Veräußerung oder Einlösung von Xetra-Gold nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr fallen nicht unter die Abgeltungssteuer, wie der Bundesfinanzhof im September 2015 bekannt gegeben hat. Somit sind der Erwerb und die Einlösung oder der Verkauf steuerlich wie ein unmittelbarer Erwerb und unmittelbarer Verkauf physischen Goldes zu beurteilen – also beispielsweise wie Gold-Barren oder Gold-Münzen.