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Stephanie Kelly: Beim Fondsanbieter Aberdeen Standard Investments zuständig für politische Analyse

Aberdeen Standard Investments, Teil I „Seit zwei Jahrhunderten schützen und mehren wir das Kapital der Kunden“

Aberdeen Standard Investments sticht mit einem Schwerpunkt im Bereich Multi-Asset-Fonds aus dem Markt heraus. Stephanie Kelly, Volkswirtin im Multi-Asset-Team, spricht im ersten Teil unseres Interviews über Strategien und Risiken, altehrwürdige Tradition und die neuen Ansprüche der Kunden.

17.10.2017 - 10:42 Uhr | Von:  in Fonds

Frau Kelly, wo liegen die Alleinstellungsmerkmale der Multi-Asset-Fonds von Aberdeen Standard Investments?

Stephanie Kelly: Es ist eine besondere Herangehensweise an die Märkte, die uns von den Mitbewerbern unterscheidet: Wir schauen uns ganz genau die politischen und ökonomischen Treiber der jeweiligen Strategie an. Wie sind die Markteilnehmer positioniert? Was passiert, wenn die Marktteilnehmer ihre Meinung ändern? Aus welchen Gründen könnten sie ihre Marktmeinung korrigieren?

Wir analysieren also ganz genau, welche politischen und ökonomischen Stellschrauben wir im Blick behalten müssen. Alle diese Überlegungen kommunizieren wir transparent an die Kunden unserer Multi-Asset-Fonds.

Ein weiterer Aspekt, mit dem ich direkt durch meine Arbeit als Volkswirt zu tun habe, ist hier sehr wichtig. Wir unterziehen unsere Portfolios strengen Risikokontrollen. Wir arbeiten dabei auch mit extremen, unerwarteten Szenarien. Diese lassen sich zwar plausibel herleiten, es ist aber nicht sehr wahrscheinlich, dass sie eintreten.

Ein Team global aufgestellter Fondsstrategen überprüft monatlich – oder öfter, wenn nötig – eine Liste von möglichen Szenarien. Gefragt wird: Welche Auswirkungen hat das jeweilige Szenario auf die Asset-Klassen? Mit diesen Stresstests lässt sich schon im Vorfeld ziemlich genau feststellen, welchen Treibern unsere Portfolios unter Umständen unterliegen können.

Sollten diese teils unwahrscheinlichen Szenarien eintreten, sind wir besser als andere Mitbewerber am Markt gewappnet. Wir wissen dann bereits, nach welchem Plan welche Stellschrauben gedreht werden müssen. Anderen Fondsgesellschaften, die sich möglicherweise nicht die Mühe machen, die wir beharrlich leisten, dürften diese unwägbaren Eventualitäten irgendwann auf die Füße fallen.

Weil wir generell mögliche Schwierigkeiten an den Märkten nicht ausblenden, streuen wir aber auch ganz klassisch die Investments in unseren Multi-Asset-Fonds über Regionen, Länder und Sektoren.