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Gefährdet ein starker US-Dollar die positive Entwicklung der Schwellenländer?

06.06.2018 15:25 Uhr | Von: 

Selektive Währungsabsicherung ist unerlässlich

Selbst wenn ein stärkerer Dollar die langfristige EM-Erholung nicht bedroht, ist klar, dass er den Markt über kürzere Zeiträume beeinflussen kann. Aus diesem Grund ist es heute besonders wichtig, die Währung in den Portfolios aktiv zu verwalten. Die teilweise Absicherung (Hedging) eines Portfolios, das in EM-Währungen gehalten wird, gegenüber dem US-Dollar bietet mehrere Vorteile. Sie erlaubt Investoren, sich auf Anlagen mit starken Fundamentaldaten zu konzentrieren und gleichzeitig die Volatilität zu dämpfen. Sollte der US-Dollar zudem erstarken, können sie sogar von der Absicherung profitieren.

Hedging ist günstig zu haben

Darüber hinaus befinden sich die Kosten für das Hedging gegenwärtig auf einem Zehnjahrestief. Der Hauptgrund dafür liegt darin, dass die Zinsen in den USA steigen, während sie in den Schwellenländern niedrig bleiben.
Natürlich sind EM-Assets von Änderungen der Risikobereitschaft betroffen. Zwar hat sich der Risikoappetit in diesem Jahr etwas abgeschwächt – das zeigen Indikatoren wie der CBOE Volatility Index (VIX), der die erwarteten Schwankungen am US-Aktienmarkt misst, oder die Futures-Positionierung. Jedoch sind die Anleger unserer Ansicht nach weiterhin risikofreudig.

Konjunktur und Gewinne steigen solide

Zudem ist der VIX seit Anfang Februar bereits zu einem Drittel zurückgegangen, was Ausdruck geringerer Schwankungen ist. Sieht man vom Faktor Währung ab, denken wir, dass die zugrundeliegenden Trends für Wirtschafts- und Gewinnwachstum in den meisten EM-Ländern stark bleiben. Dies sollte weitere Erträge in EM-Anleihen- und Aktienmärkten unterstützen.

Aktives Management ermöglicht langfristige Erträge

EM-Vermögenswerte haben in letzter Zeit empfindlich auf Änderungen des US-Dollarkurses reagiert. Wir sind jedoch der Meinung, dass ein aktives Management der Währungs-, Aktien- und Anleiheauswahl Anlegern helfen kann, interessante langfristige Erträge aus einzelnen Wertpapieren zu erzielen und gleichzeitig die kurzfristige Volatilität zu dämpfen, die in Verbindung mit Dollarkursbewegungen entstehen kann.