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Experten

Schroders
Bauarbeiter beim Bau einer Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke in der Provinz Hefei, China

Ineffizienzen nutzen Drei Gründe für chinesische A-Aktien

Der Rest der Welt steckt noch in der Corona-Krise, doch China könnte das Schlimmste hinter sich haben – und Aktien aus dem Reich der Mitte übertreffen gerade die meisten globalen Indizes. Doch auch langfristig sollten Anleger chinesische Festlandaktien ins Visier nehmen, sagt Schroders-Analyst und Stratege Kristjan Mee. Das sind die drei wichtigsten Gründe.

02.06.2020 15:44 |
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China war im Januar Ausgangsort und erstes Epizentrum des Covid-19-Virusausbruchs. Doch es war auch das erste Land, das die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus lockerte. Infolgedessen haben chinesische Aktien im bisherigen Jahresverlauf besser abgeschnitten als die meisten anderen globalen Aktienmärkte. Doch auch unabhängig von diesen kurzfristigen Entwicklungen gibt es gute Gründe für chinesische Papiere – und vor allem für die Festland-Märkte Shanghai und Shenzhen. 

Nachdem chinesische A-Aktien lange vollständig von den globalen Vergleichsindizes ausgeschlossen waren, öffnen sich die dortigen Kapitalmärkte schrittweise für ausländische Anleger. Seit Mitte 2017 ist die Anzahl chinesischer A-Aktien im MSCI Emerging Markets Index auf derzeit 472 Titel gestiegen und dürfte noch weiter wachsen. So ist derzeit das sogenannte Star Board, das 2019 als chinesische Variante des Nasdaq ins Leben gerufen wurde, noch nicht in den Indizes von MSCI enthalten. Nach wie vor sind im MSCI China Index überwiegend Aktien vorzufinden, die in der Sonderverwaltungszone Hongkong und in den USA notiert sind. Diese machen 35,8 Prozent des MSCI Emerging Markets Index aus. Dagegen liegt der Anteil des weitaus größeren Marktes für chinesische A-Aktien bei lediglich 4,8 Prozent.

Aus diesem Grund sind Indexinvestments vermutlich nicht die optimale Lösung, um ein Engagement in chinesischen Aktien aufzubauen. Doch für aktive Manager, die auch außerhalb der Indizes nach Titeln suchen, ist der Markt für chinesische A-Aktien eine Fundgrube. Unseren Berechnungen zufolge hat der durchschnittliche Manager chinesischer A-Aktien im Fünfjahreszeitraum bis Ende März 2020 eine annualisierte Überschussrendite von acht Prozent erzielt1. Im Vergleich zu anderen globalen Märkten ist dies ein beispiellos hohes Alpha. Warum chinesische A-Aktien einen genauen Blick wert sind, lesen Sie auf den folgenden Seiten.

1 Quelle: Schroders, Morningstar. Fünf Jahre bis zum 31. März 2020. Beinhaltet Fonds der Kategorie EAA China Equity A Shares. Renditen verstehen sich nach Abzug von Gebühren.

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