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Preisspitzen piesacken den fragilen Währungsraum

20.07.2018 11:34 Uhr | Von: 

US-Inflation bei 2,9 Prozent angelangt

Wohin die Preisentwicklung bei einer weiteren Erholung der Wirtschaft in der Eurozone gehen könnte, verdeutlicht der Blick in die USA. Hier hat sich der Inflationsdruck im Juni weiter verstärkt, obwohl der monatliche Anstieg der Verbraucherpreise unter den Erwartungen blieb. Nach Mitteilung des Handelsministeriums zogen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat Mai um 0,1 Prozent an und lagen um stolze 2,9 (Mai: 2,8) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats – höchster Stand seit Februar 2012.

Zinsen bleiben niedrig

Was Inflation für Sichteinlagen auf Sparkonten bedeutet, ist bekannt. Aber auch für den Aktienmarkt entstehen Nachteile: Eine zu hohe Inflationsrate bremst den Markt. Unternehmen bekommen oft Probleme, wenn sie die höheren Kosten an ihre Kunden direkt weiterreichen: Die Margen schrumpfen.

Viele Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die Zinsen in der Eurozone trotz der sich abzeichnenden Preisteuerung niedrig bleiben werden, „Aktien statt Sparbuch“ lautet daher die Devise. So glaubt etwa Bert Flossbach, Gründer und Geschäftsführer des Vermögensverwalters Flossbach von Storch, nicht daran, dass die Zinsen in Europa in absehbarer Zeit deutlich steigen werden. „Ob die Europäische Zentralbank ab Sommer nächsten Jahres ihren Leitzins ein wenig anhebt, ist für uns noch längst nicht ausgemacht. Zu groß scheinen die Probleme der Eurozone: Die ausufernden Staatsschulden, die nur mit niedrigen Zinsen finanzierbar sind. Die unterschiedlichen Volkswirtschaften, die vielleicht niemals im Gleichklang laufen. Unser Währungsraum bleibt fragil und auf Unterstützung der Notenbank angewiesen.“