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Aktienhändler an der New Yorker Börse: Die Kurse von Aktien und Unternehmensanleihen sind rapide gesunken | © imago images / Xinhua

Aktien und Unternehmensanleihen Drei brennende Fragen zum Marktgeschehen

Robeco warnt davor, beim Blick auf die Märkte das Augenmerk zu stark auf das Coronavirus zu fokussieren und dabei die spätzyklischen Signale außer Acht zu lassen. Unter diesem Gesichtspunkt schätzt der niederländische Investmentmanager die Lage bei Aktien und Unternehmensanleihen ein.

19.03.2020 - 17:24 Uhr | in Märkte

Fabiana Fedeli, die den Bereich Fundamental Equities verantwortet, und Portfoliomanager Jamie Stuttard, der zugleich Robecos Global Macro-Team leitet, gehen in ihrer ausführlichen Marktanalyse folgenden Fragen nach:

  1. Welchen Handlungsspielraum hat die Politik?
  2. Was kann die US-Notenbank Fed noch unternehmen, bevor sie den Leitzins unter null senkt?
  3. Wie stellt sich die Situation am Markt für Unternehmensanleihen dar?
  4. Um welche Art von Bärenmarkt handelt es sich?
  5. Was dürfen Anleger von Aktien erwarten?

Am Anleihemarkt, ausgehend vom Selbstverständnis antizyklischer Investoren, beurteilt Robeco das potenzielle Ende des Kreditzyklus als Chance, mit der letztlich gute Einstiegsmöglichkeiten für den nächsten Zyklus verbunden sein dürften. Vor diesem Hintergrund bereiten sich Robecos Bondspezialisten auf eine ausgeprägte zyklische Rotation von Staatsanleihen in Unternehmensanleihen vor, orientiert an den Bewertungen.

„Wir sind noch nicht ganz an diesem Punkt. Doch das Tempo des Ausverkaufs deutet darauf hin, dass sich 2020 Kaufgelegenheiten für Unternehmensanleihen auf sehr attraktiven Niveaus ergeben sollten. So, wie sie sich nur einmal im Jahrzehnt bieten“, erwartet Jamie Stuttard, Chef des Global Macro-Teams bei Robeco. Der Markt für Unternehmensanleihen befindet sich laut Robeco bereits in der Baisse. „Bevor ein echter mehrjähriger Bullenmarkt bei Unternehmensanleihen beginnen kann, sind zunächst mehrere Bereinigungen am Ende des Zyklus erforderlich“, so Stuttard weiter.

Mit Blick auf die globalen Aktienmärkte stellen sich für Fabiana Fedeli, Global Head of Fundamental Equities, aktuell drei Fragen: Wann werden die Aktienmärkte ihre Verluste wieder ausgeglichen haben? Was wird der Auslöser für die Erholung sein? Und wie stark fallen Kursschwankungen und Abwärtsbewegungen in der Zwischenzeit aus? „Die Antwort auf die beiden ersten Fragen läuft auf denselben Aspekt hinaus: die Entwicklung der Unternehmensgewinne. Der entscheidende Faktor für die Aktienmärkte sind die Erwartungen der Anleger im Hinblick auf das zukünftige Wirtschaftswachstum“, erläutert Fedeli unter Hinweis auf die Abhängigkeit von den zuvor skizzierten drei Szenarien in Zusammenhang mit möglichen Ausfall- und Bonitätsrisiken (Credit Spreads).

„Aktuell ist der Ausbruch des Coronavirus der entscheidende Faktor bezogen auf die Wahrscheinlichkeit und den zeitlichen Verlauf einer künftigen Gewinnerholung. Die Ölpreisentwicklung ist ebenfalls wichtig. Allerdings ist auch sie eindeutig und eng mit den Effekten des Coronavirus auf die Nachfrage verbunden“, so Fedeli. Darüber hinaus hält die Aktienexpertin die Rolle der Politik für bedeutend: „Die Art und Weise, wie Regierungen jetzt handeln, entscheidet über die Wahrscheinlichkeit einer neuen Abwärtsbewegung.“

Den vollständigen Robeco-Marktkommenat lesen Sie hier.