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Atomkraft-Befürworter vor dem Atomkraftwerk Philippsburg

Ökologischer Fußabdruck Atomkraft als Lösung gegen die Klimakrise?

Vor etwa 45 Jahren sorgte ein gelber Aufkleber mit dem Spruch „Atomkraft? Nein danke“ für Furore. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hatte sich mit dem Gedanken eines Atomausstiegs bis 2022 angefreundet – fast jedenfalls, denn es regt sich Widerstand.

28.09.2020 - 11:08 Uhr | in Nachhaltigkeit

Lange Zeit stand Kernenergie in der Kritik, nun sehen einige in ihr ein Mittel im Kampf gegen die Klimakrise. Die Atomenergie wird derzeit sogar als mögliche Alternative zur schmutzigen Kohle diskutiert.

Aufgrund dessen wollen Politiker in den Niederlanden den Ausbau der Atomenergie prüfen. Doch auch Atomstrom ist nicht CO2-neutral. Ebenso ist noch immer das Thema der Endlagerung des Atommülls ungeklärt.

Die Statista-Infografik zeigt, wie viel Kernenergie in den letzten Jahren in Deutschland verbraucht wurde. Im Jahr 1990 waren es noch 152,5 Terawattstunden. Bis 2019 wurden die Atomkraftwerke nach und nach abgebaut, der Verbrauch sank auf zuletzt 75,1 Terawattstunden im Jahr.

Wird es bald auch in Deutschland wieder mehr Atomkraftwerke geben? Zumindest regt sich Widerstand gegen den geplanten Ausstieg aus der Atomkraft bis 2022. So setzt sich unter anderem der Verein Nuklearia „für eine moderne und sichere Kernenergie“ ein. Aus Sicht der Energiebetriebe ist ein Rückwärtstrend in Deutschland jedoch unrealistisch: Gegenüber der Augsburger Allgemeinen schlossen die Energiekonzerne RWE und Preussen Elektra diesen kategorisch aus.

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