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Kohlekraftwerk in China

Klimasünder-Ranking China ist der weltweit größte CO2-Emittent

Obwohl die Krise noch nicht ausgestanden ist, nimmt die Weltwirtschaft wieder Fahrt auf – und damit steigen auch die globalen CO2-Emissionen. China als das viertgrößte und bevölkerungsreichste Land der Erde führt das Negativ-Ranking der Klimasünder deutlich an.

28.08.2020 - 12:15 Uhr | in Infografiken

Die acht Länder mit den höchsten CO2-Emissionen haben im Jahr 1973 zusammen rund 9,4 Milliarden Tonnen des Treibhausgases emittiert. Im Jahr 2018 beträgt die Summe bereits rund 21 Milliarden Tonnen – ein Plus von 126 Prozent. Der Blick auf die Statista-Grafik auf Basis von Daten der Internationalen Energie Agentur (IEA) zeigt, dass asiatische Länder am meisten Kohlendioxid ausstoßen. Im Jahr 1973 waren es hingegen noch europäische Länder.

China ist mit 10 Milliarden Tonnen der weltweit größte CO2-Emittent. Das Land investiert zwar in erneuerbare Energien, baut aber Medienberichten zufolge weiter Kohlekraftwerke und exportiert diese Technologie auch in andere Länder. Gemessen an der Veränderung der Emissionen von 1990 bis 2018 hat Indien am stärksten zugelegt. In dieser Zeitspanne stieg der CO2-Ausstoß des Landes um rund 330 Prozent – maßgeblich verursacht durch das gigantische Wirtschaftswachstum. In Indien hat der Kampf gegen die Armut in weiten Teilen der Bevölkerung höchste Priorität – dem Klimaschutz kommt daher eine nachrangige Bedeutung zu. Der Transportsektor in den USA gehört zu den klimaschädlichsten Wirtschaftszweigen des Landes, insbesondere die Emissionen durch Flugzeuge und Lkws sind in den vergangenen Jahren gewachsen.

Während der Corona-Krise sind die weltweiten CO2-Emissionen deutlich zurückgegangen. Diese Statista-Grafik zeigt auf Basis einer Schätzung des Global Carbon Projects – einer Organisation, die versucht, die globalen Treibhausgasemissionen und ihre Ursachen zu quantifizieren –, wie stark der Rückgang in den einzelnen Sektoren ausfiel. Die Ursachen für die Verringerung sehen die Experten in den Maßnahmen vieler Länder zur Eindämmung der Pandemie. Diese hätten den Umfang und die Art des Energieverbrauchs drastisch verändert.

Die konkrete Auswirkung der Corona-Krise auf die deutsche Klimabilanz sei laut der Bundesregierung zwar noch nicht im Detail absehbar. Um wie viel der Treibhausgas-Ausstoß zurückgegangen ist, sei „derzeit noch mit Unsicherheiten behaftet und lässt sich noch nicht genau vorhersagen“, heißt es im jüngsten Klimaschutzbericht des Bundeswirtschaftsministeriums. Wenn die CO2-Emissionen „voraussichtlich deutlich niedriger ausfallen“, könne das aber Ziel für 2020 noch erreicht werden.

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