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Beat Gerber, Leiter Balanced Mandate bei der ZKB | © Swisscanto

Marktkommentar Swisscanto Engagement bei europäischen und japanischen Aktien im Niedrigzinsumfeld verstärkt

Portfoliomanager reagieren frühzeitig auf Marktveränderungen und stellen ihre Multi-Asset-Fonds situativ auf. Dabei zeichnet sich ein flexibler Multi-Asset-Fonds dadurch aus, dass Anleger von aufstrebenden Märkten profitieren, indem das Gewinnpotenzial ausgeweitet wird. Zeigt sich umgekehrt eine Abschwächung der Märkte, ändert das Fondsmanagement seine Portfolioaufstellung, sodass die defensive Ausrichtung Verlusten entgegenwirkt.

12.10.2015 - 17:30 Uhr | in Swisscanto Invest

Wie sollten Anleger nun angesichts der aktuellen Marktentwicklungen reagieren? Was die Aktienmärkte betrifft, so halten wir die jüngsten Korrekturen für übertrieben. Eine Kurserholung sollte gelingen. „Wir halten folglich an unserer übergewichteten Aktienquote gegenüber Anleihen fest und nutzen Rücksetzer für Zukäufe. Darüber hinaus hat die ultraexpansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank of Japan einen positiven Effekt auf die jeweiligen Aktienmärkte ausgelöst, weshalb wir regional gesehen europäische und japanische Aktien bevorzugen“, so der Swisscanto-Experte Beat Gerber.

„Wir gehen außerdem davon aus, dass die EZB noch längere Zeit an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten wird, weshalb Zinserhöhungen bis mindestens Ende 2016 kein Thema sein sollten. Aufgrund des niedrigen Zinsniveaus werden Anleihen in Euro und Schweizer Franken weiterhin deutlich untergewichtet“, so Gerber weiter. „Anleihen in Britischem Pfund finden wir dagegen interessant und halten ihre Verzinsung im Quervergleich mit andern Währungen für attraktiv.“

„Was die Währungsallokation in unseren Fonds betrifft, erachten wir den US-Dollar, das Britische Pfund und den Japanischen Yen als attraktiv. Dagegen dürfte der Euro weiter unter der Notenbankpolitik leiden, der Australische Dollar unter den schwachen Rohstoffpreisen.“

Eine häufige Beimischung der Multi-Asset-Fonds sind Rohstoffe und Edelmetalle. Der Rückgang der Öl- und Rohstoffpreise ist weiter vorangeschritten. Solange eine Erholung der Währungen in den Schwellenländern nicht gelingt und das Überangebot an OPEC-Öl bestehen bleibt – oder gar ausgebaut wird – schließen die Swisscanto-Spezialisten erneute Preisrückgänge nicht aus. Im Umkehrschluss dürfte die Erholung des Goldpreises im Zuge der abklingenden Panik und des wieder erstarkenden US-Dollars rückgängig gemacht werden. „Dies ist der Grund, weshalb wir momentan auf Gold und Rohstoffe in unseren Fonds verzichten.“