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Mit Einkommensstrategien zu nachhaltigen Renditen

27.03.2020 09:34 Uhr |

3. Wie diversifiziert man das Portfolio im Vergleich zu seinen Mitbewerbern?

Viele Asset Manager gehen davon aus, dass Aktien und Anleihen eine negative Korrelation aufweisen und treffen ihre Asset-Allokations-Entscheidungen auf Grundlage dieser Philosophie. Aber diese Theorie hat sich im aktuell schwierigen Umfeld, wie etwa im Jahr 2018, nicht bestätigt, da sowohl Anleihen als auch Aktien gleichzeitig verkauft wurden. Diese Fehlannahme führte dazu, dass viele Investoren Ende 2018 negative Renditen zu verzeichnen hatten – einige davon in erheblichem Umfang.

Um dies zu vermeiden, ist es sinnvoll, bei der Titelauswahl nicht in den traditionellen Kategorien von Anleihen und Aktien zu denken. Stattdessen versuchen wir eine strukturelle Diversifikation zu erzielen, indem wir uns  auf die Verhaltensweise von Assets fokussieren. Es führt in der Regel zu einer besseren Diversifikation, wenn ein Portfolio eine Mischung aus Investments  mit unterschiedlichen Charakteristiken aufweist, welche die jeweilige Phase im Geschäftszyklus und die unterschiedlichen Vermögenswerte widerspiegeln. Daraus ergibt sich eine Mischung aus drei Assetklassen, welche wir als  Growth, Defensive und Uncorrelated (GDU) definieren:

Growth: Reagiert tendenziell positiv auf reales Wirtschaftswachstum, steigende Unternehmensgewinne und Cashflows sowie eine höhere Risikobereitschaft im Markt.

Defensive: Reagiert tendenziell positiv auf sich eintrübende Wachstumserwartungen und bietet einen relativ sicheren Hafen in Marktkrisen.

Uncorrelated: Diese Vermögenswerte weisen eine variable Beziehung zwischen Wachstum und Risikobereitschaft auf. Die Performance ist im Allgemeinen nicht von positivem Wirtschaftswachstum und steigenden Unternehmensgewinnen abhängig.

4. Wie kann man das Verlustrisiko bei einer Marktkorrektur begrenzen?

Ziel ist, das Verlustrisiko durch den gesamten Prozess so zu steuern, dass die unterschiedliche Art der Risiken dabei berücksichtigt wird. Unser Ansatz, fokussiert sich auf  nachhaltige Income-Treiber innerhalb der Wertpapierklassen, auf strukturelle Diversifikation durch Verhaltensmerkmale und nicht durch Korrelationsmuster sowie auf taktische Risikoabsicherung (wie Aktien-, Durations-, Kredit- und Währungsrisiko).

Mit diesem Portfolioansatz kann man über verschiedene Risikokategorien hinweg diversifizieren (d.h. über GDU-Assets) und diese Allokationen je nach Growth- bzw. Defensive-Prognosen anpassen. Ziel ist also eine Allokation, die auf den jeweiligen Marktzyklus zugeschnitten ist. Zum Beginn einer Baisse ist demzufolge das Portfolio auf defensive Titel ausgerichtet. Durch taktisches Hedging können die Risiken vorübergehend reduziert werden, um den steigenden Marktrisiken Rechnung zu tragen. Der Hedging-Ansatz hängt von der jeweiligen Art des Risikos ab:

•    Allgemeines Risikoumfeld – wird anhand von verschiedenen Risikokennzahlen und variablen Wirtschaftsindikatoren gemessen. Falls sich das systemische Risiko verschärft, kann man in der Regel das Gesamtrisiko im Portfolio absichern.

•    Ereignisrisiko – beschreibt ein signifikantes Risiko, das ggf. in den nächsten 12 Monaten auftritt und sich auf das Portfolio auswirken könnte. Wir führen Stress-Tests unseres Portfolios anhand von Szenarien für bestimmte Ereignisse durch und können gezielt Absicherungen zur Begrenzung des Verlustrisikos einsetzen.

Fazit

Wie also können Income-Assets bei der Erzielung von nachhaltigen Erträgen helfen? Halten Sie die Dinge möglichst einfach. Bauen Sie ein starkes Fundament mit Income-Titeln, verfolgen Sie einen mehrgleisigen Risiko-Management-Ansatz und treffen Sie in jeder Phase kluge Entscheidungen auf Grundlage von fundierten Research-Daten.

Diese Kombination kann eine wirksame Lösung darstellen, um Investoren nachhaltige Erträge mit Hilfe von Income zu ermöglichen.