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Kostensenkungsdruck wirkt deflationär

09.05.2019 11:27 Uhr |

Coca-Cola und Kraft Heinz stehen stellvertretend für die Basiskonsumgüterbranche. Beide befinden sich in einem reifen Sektor, der geprägt ist von einer komplexen Kombination aus Waren- und Devisentermingeschäften, niedrigen Margen, sich ändernden Verbraucherwünschen und agilen Neueinsteigern. Um die von den Investoren angestrebte Rendite zu erzielen, müsse ein Großteil der Zuwächse durch Kostensenkungen und in einigen Fällen durch Fusionen erzielt werden. Der Konzern Kraft Heinz, der selbst aus einem M&A hervorgegangen ist, habe seinen Verschuldungsgrad angesichts einer geringeren Preissetzungskraft, eines sich verändernden Geschmacks und kleinerer, agilerer Produzenten reduziert. Coca-Cola habe geringe Erwartungen für das erste Quartal gehabt. Als ergebnisbelastende Faktoren nenne das Unternehmen Währungsschwankungen und Änderungen bei der Besteuerung.

Fazit

„Der Wettbewerb in reifen Sektoren ist hart und führt bei einigen Unternehmen dazu, dass sie Innovationen vorantreiben und Gewinne verzeichnen können. Da sie hohe Erträge aufweisen, können wachstumsstarke Sektoren reifere Sektoren unterwandern, die Nachfrage verdrängen und Innovationen sowie Kostensenkungen erzwingen“, so Galy. „Je stärker Investoren Dividendenzahlungen aus reifen Sektoren belohnen, desto größer der Druck, Kosten zu senken. Diese Mechanismen sind deflationär. Da der Arbeitsmarkt jedoch anzieht, kommen zum Inflationsdruck und dem Wettbewerb um Mitarbeiter, der selbst in reifen Sektoren herrscht, teilweise höhere Mindestlöhne noch erschwerend hinzu.“