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Experten

Schroders
Charolais-Rinder: Rund 24 Prozent der globalen Kohlenstoffdioxid-Emissionen stammen aus der Landwirtschaft | © Getty Images

Rendite aus dem Kampf gegen den Klimawandel „Die Tierzucht verursacht 15 Prozent aller Treibhausgasemissionen“

Auf der Schroders International Media Conference 2019 in London hatten wir Gelegenheit, Isabella Hervey-Bathurst, Analystin im Schroders-Team für globale Aktien, zum innovativen Fondsansatz des Schroder ISF Global Climate Change zu befragen.

10.12.2019 - 10:46 Uhr | in Schroders

Frau Hervey-Bathurst, die diesjährige Journalistenkonferenz von Schroders folgt dem Motto „Investing Today for Tomorrow´s World“. Warum sind Anleger gut beraten, der Dynamik hin zu mehr Nachhaltigkeit im Wirtschaftsleben beträchtlich mehr Aufmerksamkeit zu schenken?

Isabella Hervey-Bathurst: Viele Anleger sehen immer deutlicher die Notwendigkeit, dass die Weltgemeinschaft handeln muss. Sie erkennen auch immer mehr die gewaltige Dimension der Herausforderung, das Klima zu schützen. Das hängt mit der breiten Medienberichterstattung über das Übereinkommen von Paris zusammen, das im Dezember 2015 von 197 Ländern unterzeichnet wurde. Die Vereinbarung der Vertragsparteien der Vereinten Nationen schreibt das Zwei-Grad-Ziel der internationalen Klimapolitik fest, womit die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad Celsius bis zum Jahr 2100 gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen ist. Die medienwirksame Klimaschutzbewegung um Greta Thunberg tut ihr Übriges, um das Bewusstsein für die Herausforderungen für die Weltgemeinschaft zu schärfen.

Zudem werden nachhaltige Technologien auch ökonomisch immer interessanter.

Hervey-Bathurst: In der Tat. Wurden früher hohe Subventionen gezahlt, sind die Gestehungskosten von Strom aus erneuerbaren Energiequellen seit einigen Jahren stark zurückgegangen und liegen mittlerweile in vielen Regionen sogar unter den Kosten konventioneller Energieerzeugung. Auch mit Blick auf die Elektromobilität erreichen wir, so unsere Einschätzung, in den nächsten fünf Jahren diesen „Tipping-Point“, an dem sich neue Technologie gegenüber althergebrachten Ansätzen durchsetzen wird. Der politische Wille und der wachsende Druck der Öffentlichkeit sorgen also dafür, dass Nachhaltigkeit immer mehr Raum gewinnt. Unsere Beobachtung: Obwohl der Weg zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft vorhersehbar ist, glauben wir nicht, dass die Marktteilnehmer bereits vollumfänglich verstanden haben, dass in diesem Bereich große Chancen für die Erzielung von Überrendite schlummern.

Welchen konkreten Ansatz verfolgt der Fonds Schroder ISF Global Climate Change (ISIN: LU0302446645)?

Hervey-Bathurst: Der Fonds ist eine aktiv gemanagte globale Aktienstrategie, die darauf abzielt, in Unternehmen zu investieren, die von den Bemühungen zur Eindämmung des Klimawandels oder der Anpassung daran positiv betroffen sind oder profitieren könnten.

Und was ist das Alleinstellungsmerkmal?

Hervey-Bathurst: Das Besondere an unserem Ansatz ist die Einschätzung, dass der Klimawandel weitreichende Folgen für Unternehmen aus einer Vielzahl von Branchen haben wird – nicht nur für Unternehmen, die sich ausschließlich mit erneuerbaren Energien und Energieeffizienz befassen.