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Experten

Schroders
Die New Yorker Börse: Anleger mit Erfahrung wissen, wie sie sich in unsicheren Zeiten verhalten müssen, so das Ergebnis der Schroders Global Investor Study 2020 | © imago images / UPI Photo

Schroders Global Investor Study 2020 Anleger erwarten trotz Krise hohe Renditen

Viele Anleger weltweit sind optimistisch und erwarten in den kommenden fünf Jahren durchschnittliche Gesamtrenditen von mehr als 10 Prozent pro Jahr – ungeachtet der Unsicherheit infolge von Covid-19. Das ist ein Ergebnis der Schroders Global Investor Study 2020.

14.09.2020 - 11:53 Uhr | in Schroders

Die Corona-Krise hat den Erwartungen von Anlegern keinen Dämpfer verpasst – im Gegenteil. So liegt die durchschnittliche Renditeerwartung für die kommenden fünf Jahre laut der Schroders Global Investor Study 2020 weltweit mit 10,9 Prozent sogar etwas höher als im vergangenen Jahr (2019: 10,7 Prozent).

Für die Studie hat Schroders zwischen dem 30. April bis 15. Juni mehr als 23.000 Anleger aus 32 Ländern und Regionen zu ihrem Verhalten und ihren finanziellen Erwartungen für das nächste Jahr befragt.

Verglichen mit dem weltweiten Durchschnitt sind Investoren aus Deutschland und Österreich bei den von ihnen prognostizierten Renditen zwar vergleichsweise zurückhaltend: In Deutschland beträgt die durchschnittliche Renditeerwartung über die kommenden fünf Jahre 8,4 Prozent, während der Wert für Österreich mit 8 Prozent noch etwas darunter liegt. Dennoch sind auch diese Prognosen ambitioniert – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Eintrübungen.

Die Nachwehen der Krise

Kurzfristiger betrachtet sieht das Bild etwas anders aus: Für die kommenden 12 Monate haben die globalen Anleger ihre Erwartungen zurückgeschraubt und rechnen mit 8,8 Prozent Rendite – 2019 waren es noch 10,3 Prozent. Für deutsche Investoren wurde hier ein aktueller Wert von 8,4 Prozent ermittelt, für österreichische Anleger von 7,2 Prozent.

Die insgesamt optimistische Einstellung zur Rendite könnte unter anderem dadurch entstanden sein, dass lediglich 6 Prozent der globalen Anleger davon ausgehen, dass die wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 mehr als vier Jahre lang bemerkbar bleiben.

Tatsächlich erwarten nur 21 Prozent, dass diese länger als zwei Jahre zu spüren sein werden. In Deutschland sind 7 Prozent und in Österreich 10 Prozent der Ansicht, dass die Corona-Krise volkswirtschaftlich mehr als vier Jahre andauert. Von einer längeren Dauer als zwei Jahre gehen in Deutschland 25 Prozent und in Österreich 31 Prozent aus. Somit erwarten deutsche und österreichische Investoren insgesamt etwas längerfristige ökonomische Beeinträchtigungen durch die Pandemie als der globale Durchschnitt.

Das Virus und die Portfolios

Die Auswirkungen der Corona-Krise haben viele Anleger veranlasst, die Zusammensetzung ihrer Portfolios zu überdenken: 28 Prozent der weltweit befragten sowie jeweils 31 Prozent der deutschen wie auch der österreichischen Investoren gaben an, dass sie in erheblichem Umfang Mittel in risikoärmere Anlagen umgeschichtet haben. Weitere 25 Prozent der globalen, 28 Prozent der deutschen und 26 Prozent der österreichischen Anleger sagten, dass sie zumindest einen Teil ihres Portfolios in risikoärmere Investments verlagert haben.

Auf der anderen Seite bestätigten 20 Prozent aller Befragten, dass sie die Gelegenheit genutzt haben, um Teile ihrer Portfolios in Investments mit hohem Risiko zu verlagern. In Deutschland mit 28 Prozent sowie in Österreich mit 21 Prozent wurde sogar eine noch höhere Risikobereitschaft gemessen.

Rupert Rucker, Head of Income Solutions bei Schroders:

„Aus unserer Sicht ist klar, dass die Auswirkungen von Covid-19 in den kommenden Jahren erheblich sein werden und Volkswirtschaften, die Finanzmärkte, aber auch Bereiche beeinflussen werden, die darüber hinausgehen. Auch wenn viele die Pandemie als den ultimativen schwarzen Schwan – also als ein umwälzendes, schwer vorherzusagendes Ereignis – ansehen, müssen wir uns gerade jetzt mehr denn je an unsere Anlagegrundsätze halten.

Das ist zwar leichter gesagt als getan. Aber wir müssen die Störgeräusche ausblenden und uns darauf konzentrieren, langfristig ausgewogene Investments beizubehalten. Umso wichtiger ist dies in der aktuellen Phase weltweit sehr niedriger Zinsen. Für uns bei Schroders steht daher im Fokus, Anleger und Kunden zu unterstützen, damit sie mit dieser anhaltenden Unsicherheit zurechtkommen, um letztlich ihren zukünftigen Wohlstand zu sichern.“