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Experten

Schroders

Fünf Wirtschaftsfaktoren, die Covid-19 dauerhaft verändert

20.08.2020 15:32 |
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1. Mehr staatliche Einmischung

1.	Mehr staatliche Einmischung  | © imago images / Müller-Stauffenberg

„Die Covid-19-Pandemie ist beispiellos. Dennoch sind ihre Auswirkungen auf die globale Wirtschaft durchaus mit etwa der großen Depression oder der globalen Finanzkrise vergleichbar“, sagt Alex Tedder. Entsprechend könne ein Blick zurück auch Hinweise auf die möglichen Effekte der Corona-Krise liefern. „Eine der Folgen der globalen Finanzkrise bestand darin, dass viele Regierungen auf der ganzen Welt ihre Ausgaben erhöht haben und gleichzeitig die Geldpolitik eine Kehrtwende gemacht hat. Nullzinsen und quantitative Lockerung wurden zur neuen Normalität“, fasst Parbrook zusammen.

Doch laut Parbrook könnten die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaftsordnung noch viel weitreichender sein. „Die Regierungen werden nun eine viel bedeutendere Rolle in der Gesellschaft einnehmen – und Unternehmen, die auf Staatshilfen angewiesen sind, werden so abhängig gemacht“, warnt der Experte. Doch das sei noch nicht alles: „Die relativ liberale kapitalistische Ordnung, in der Adam Smiths ‚unsichtbare Hand‘ die Märkte lenkt, könnte durch eine ziemlich große bürokratische Regierungshand ersetzt werden“, so Parbrook. Schließlich seien Regierungen auf der ganzen Welt in den vergangenen Wochen und Monaten gezwungen gewesen, massiv in die Wirtschaft einzugreifen. „Und dass wir ohne massive Staatsausgaben kaum aus dem wirtschaftlichen Loch rauskommen, darin sind sich die meisten einig“, betont Tedder.

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