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Auf dem Weg zu den Einhörnern

14.11.2019 15:10 Uhr |

Fehlendes VC ist gleich Wachstumsbremse

Unter dem Strich geht die Studie von fehlenden Geldmitteln am Markt – vor allem beim VC und Kapital von Business Angels – aus, was zur Wachstumsbremse für Start-ups zu werden droht. Hintergrund: Mit steigender Mitarbeiterzahl nehmen diese beiden Finanzierungsinstrumente einen immer wichtigeren Stellenwert ein – als Wachstumsbeschleuniger für Expansionspläne. Bislang streben rund 40 Prozent der Start-ups eine Finanzierung durch Wagniskapital an, aber lediglich 15 Prozent sind bisher in den Genuss dieses Finanzierungsinstruments gekommen.

Der Zugang zu Venture Capital ist hier zu Lande noch schwierig beziehungsweise am besten über Netzwerke und in Deutschland vor allem in Berlin (mit 29,1 VC-finanzierten Start-ups), aber auch in Hamburg (18,6 Prozent) und München (19,7) möglich. Ebenso sind die Regionen Rhein-Ruhr (9,7) und Stuttgart/Karlsruhe (6,2) im Kommen und benötigen für einen weiteren Wachstumsschub robuste Finanzierungsformen.

Im Investoren-Trend liegen private Finanzinvestoren im Early Stage. Ein Viertel der Start-ups, die Wagniskapital eingeworben haben, setzen auf öffentliche Kapitalgeber, etwa den High-Tech-Gründerfonds (25,9 Prozent). Bei 15,5 Prozent stehen strategische Investoren wie Konzerne hoch im Kurs.

Der Zugang zum Kapitalmarkt könnte einfacher sein

Indes hat ein Drittel der Gründerinnen und Gründer Schwierigkeiten, Zugang zum Kapitalmarkt zu erlangen. Laut Studie unterhalten 39 Prozent der Befragten Netzwerke zu Investoren – ein Punkt den  rund 40 Prozent der Gründer eher als Hürde bezeichnen. Investoren von ihrem Kapitalbedarf zu überzeugen halten die Befragten dagegen für einfacher.

Mittlerweile gelten Mitarbeiterbeteiligungen – vor allem bei Unternehmen, die auf starkes Wachstum setzen – als wichtiges Werkzeug, um sich im Wettbewerb um Talente erfolgreich zu positionieren. Während echte Anteile sich vor allem durch Gewinn-, Stimm- und Informationsrechte ausdrücken, werden virtuelle Beteiligungen in der Regel fällig, wenn der Unternehmensverkauf (Exit) erfolgreich über die Bühne gegangen ist. 53,3 Prozent der befragten Unternehmen geben an, eine der beiden Beteiligungsformen anzuwenden.