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Schneller als die Großen: Disruptive Technologien haben die Nase vorn | © Getty Images

Vertriebsstudie Wie umgehen mit disruptiven Technologien?

Die Fachzeitschrift „fundsEurope“ mit Sitz in London hat zusammen mit dem britischen Fondsdienstleister Calastone eine Studie zu den Perspektiven des Fondsvertriebs veröffentlicht. Wir stellen die Kernergebnisse detailliert vor.

20.07.2017 - 10:32 Uhr | Von:  in Research

Neue Zielgruppenansprache nötig

Die Mehrheit der Studien-Teilnehmer geht davon aus, dass passiv gemanagte Fonds (also Index-Fonds oder ETFs) in Zukunft zum wichtigsten Fondsprodukt für Privatanleger werden. Nur 15 Prozent der Befragten erwarten das Gegenteil.

Die Teilnehmer, die passive Fonds in Zukunft auf dem Siegeszug sehen, gehen davon aus, dass diese Entwicklung in den nächsten zwei bis fünf Jahren stattfindet. Für erfahrene Investoren mit speziellen Ansprüchen und dem entsprechenden Kapital (Institutionelle, Wealth Manager und sehr reiche Privatanleger) werden passive Fonds weiterhin nicht im Fokus stehen, gaben 39 Prozent zu Protokoll. 31 Prozent waren sich nicht sicher, die übrigen Teilnehmer behaupteten das Gegenteil.

Die Mehrheit der Teilnehmer erwartet, dass erfahrene Investoren ausschließlich auf anspruchsvoll gebaute Fonds vertrauen. Marketing-Strategien müssten sich demnach ändern: Aktiv gemanagte Fonds sollten vorrangig nur noch versierten Anlegern angeboten werden, während die breite Masse der Fondszeichner mit passiven Fonds vertraut gemacht werden sollte.

Robo Advisors vorrangig für das breite Publikum

Auf die Frage, ob Robo-Advisor in Zukunft den  wichtigsten Zugang zum Kapital des  breiten Publikums herstellen, antworteten  42 Prozent mit „ja“, 28 Prozent mit „nein“.

Die Befragten erwarten diesen Wechsel im Markt in den kommenden fünf bis zehn Jahren. Zwar wissen die Befragten, worum es sich bei Robo-Advisors handelt und was sie leisten können. Jedoch sind sie unsicher, ob die Technologie zum Standard in der Finanzindustrie wird.

Weil bislang noch keine entsprechenden Erfahrungen gemacht wurden, vermuten viele, dass Robo Advisor zunächst nur für Privatanleger eingesetzt werden können, aber nicht für anspruchsvolle Anleger mit einem hohen Vermögen. Der Hintergrund: Aus Erfahrung wissen die Asset Manager, dass vermögende Klienten eine persönlich zugeschnittene Beratung wünschen.