Sie besuchen Multiasset.com mit einem veralteten Internet Explorer. Darstellung und Nutzungserlebnis sind deshalb nicht optimal.
Aktuelle Version kostenlos herunterladen »
Spiegel in einer Shopping-Mall in Tokio: Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis ist der japanische Markt deutlich günstiger bewertet als die Eurozone | © Getty Images

Wie es bei Aktien weitergeht Größere Kurschancen an den asiatischen Aktienmärkten

Die Entwicklung der Weltwirtschaft fasst wieder Tritt. Das Teilabkommen zur Beilegung des Handelsstreits treibt die Aktienkurse. Zugleich stützt die Geldpolitik. Swisscanto Invest zu den Konjunkturaussichten und Renditeerwartungen.

03.01.2020 - 09:11 Uhr | in Artikel

Die Erholung der Weltwirtschaft, insbesondere im Industriesektor, nimmt zunehmend Gestalt an. Erstmals seit sieben Monaten ist der globale Einkaufsmanagerindex wieder in der Wachstumszone. Gleichzeitig gibt es Anhaltspunkte, dass die Verlangsamung im Dienstleistungssektor zu Ende geht. Zudem haben sich die USA und China auf ein Teilabkommen zur Beilegung des Handelsstreits geeinigt. Dies stellt eine weitere Unterstützung zur konjunkturellen Stabilisierung der Weltwirtschaft dar. Indes entsteht mit den US-Präsidentschaftswahlen 2020 eine neue Quelle der Unsicherheit, schließlich wird der Wahlausgang die US-amerikanische Außen-, Handels- und Wirtschaftspolitik spürbar beeinflussen.

Finanzmärkte

Angesichts der nach wie vor (zu) niedrigen Inflation werden die Notenbanken der wichtigsten Industriestaaten ihre expansive Geldpolitik beibehalten. Zwar ist die Luft an den Aktienmärkten durch die kräftigen Kursgewinne dünner geworden, aufgrund der verbesserten Konjunkturaussichten bleiben die Ertragsaussichten aber vergleichsweise attraktiv. Durch die besseren Konjunkturaussichten wird das globale Renditeniveau wieder leicht anziehen.

Leicht höhere Renditen bei Staatsanleihen

Infolge der weiterhin expansiven Notenbanken bleibt das Renditeanstiegspotenzial beschränkt. Die zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsdaten weisen allerdings auf eine Verbesserung im Industriesektor hin und die Beruhigung im Handelsstreit unterstützt das Szenario einer Stabilisierung der Weltkonjunktur. Wir rechnen daher 2020 global mit einem leicht anziehenden Renditeniveau und etwas steileren Zinskurven.

Die Voraussetzung für einen weiterführenden Renditeanstieg wäre allerdings eine Beschleunigung der Konjunktur, welche sich in naher Zukunft (noch) nicht abzeichnet. Aus Ertragsoptik bleiben deutsche Bundesanleihen (EUR) sowie Eidgenossen (Schweizer Staatsanleihen) unattraktiv. Die höchsten Renditen sind nach wie vor in Nordamerika zu finden. Dabei hat Kanada im Verlauf von 2019 im Renditeranking Australien überholt, was die Attraktivität des kanadischen Dollars als Anlagewährung erhöht hat.